Im Frühjahr 1956 fährt eine Gruppe Dortmunder Bürger, unter der sich eine größere Anzahl von Männern befindet, die an den Vorbereitungen zur Gründung eines Golfclubs beteiligt sind, mit dem Omnibus zur Tulpenblüte nach Holland. August Klönne, Präsident des Dortmunder Rennvereins, und Günter Jucho, ebenfalls ein eifriger Reiter, sind Teilnehmer.

Der neue Golfclub ist das Hauptthema der Unterhaltung während der Fahrt.

Auf dieser Fahrt taucht dann der Gedanke auf, den Golfplatz auf der Dort­munder Pferderennbahn in Wambel zu bauen. Gute Gründe dafür gibt es eine Menge, die Bahn wird nur an 13 Tagen im Jahre für Pferderennen benutzt, Um­kleideräume und Restaurant können als Clubhaus dienen. Beide Vereine, so scheint es zunächst, hätten ihren Vorteil. Der Rennverein kann seine Anlagen besser ausnutzen, der Golfclub kommt wohlfeil an ein Clubhaus.

Günter Jucho setzt sich mit dem Golfplatz-Architekten Dr. Bernhard von Lim­burger in Stuttgart in Verbindung, der Architekt Gärtner war zwischenzeitlich verstorben. Dr. von Limburger erstellt im Juni 1956 ein erstes Gutachten und er­gänzt dieses im August 1956.

In diesem Gutachten heißt es u.a.:

• Es lässt sich in Wambel ein guter 9-Löcher-Platz von guter Länge anlegen, der sportlich einwandfrei wäre.

• Sofern Dortmund nicht eine repräsentative Anlage wünscht, die höchsten Ansprüchen genügt, kann zur Durchführung dieses Projektes durchaus geraten werden.

• Wie der Golfplatz selbst, so würde auch die Unterkunft einen Kompromiss darstellen. Sie würde aber genügen, und wenn in dem neuen Club ein gu­ter Geist herrscht, würden sich die Mitglieder hier auch durchaus wohlfüh­len können.

• Die Baukosten werden sich zwischen 65.000 DM und 100.000 DM bewegen. Dieses Gutachten ist die Grundlage für den Entschluss des vorbereitenden Aus­schusses, den Plan »Golfplatz auf der Rennbahn« durchzuführen.

Die ersten Golferinnen und Golfer üben schon bald auf der Rennbahn.

Am 23. November verschickt August Klönne die Einladung zur Gründungs­versammlung, die am 3. Dezember 1956, 18.00 Uhr, im Hotel Romischer Kai­ser, stattfinden soll. Am 28. November folgt der von Dr. Harald Koch ausgearbeitete Entwurf einer Satzung Golfclubs.

Auf dieser Versammlung treten 49 Damen und Herren dem neu gegründeten Dortmunder Golfclub e.V. als Mitglieder bei. Leider ist das Gründungsprotokoll nicht mehr auffindbar. Nur dem Schriftwechsel der Gründungsphase und den Mitgliederverzeichnissen aus Jan. und Nov. 1957 sind die Namen der Gründer unseres Clubs und derjenigen zu entnehmen, die unmittelbar danach dem Club beitraten. Namen, die auch fünfzig Jahre später im Mitgliederverzeichnis (Aus­gabe: 2004) die Verbundenheit mit unserem Club dokumentieren, sei es „in per­sonaoder als Familienmitglieder, wie:

von Achten, Ahrberg, Anderson, Benkert, Berninghaus, Elkmann, Esser, Jaeger, Jucho, Klönne, Knepper, Koch, Lunke, Opländer, Pohlschröder, Stratemann, Terrahe, Weber.