Von Dr. Peter Schütze

Das Finale geriet zum Freudenfest. Am letzten Regionalliga-Spieltag in Oldenburg machten die Herren des DOGC das Happy End der Saison perfekt: Sie stiegen mit dem zweiten Platz in der Tageswertung hinter den Gastgebern als souveräner Spitzenreiter der West-Gruppe 2 in die 2. Bundesliga auf. Das war allemal eine gleich dreifache Feier wert. Nach der offiziellen Siegerehrung, im ehemaligen Bus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, mit dem der Dortmunder Tross in den hohen Norden gereist war, und zuletzt im Clubhaus in der Reichsmark.

„Unser Aufstieg ist als Erfolg schon recht hoch zu hängen; denn mit Gütersloh, Oldenburg und sogar Mülheim hatten wir mächtige Konkurrenz in einer harten Gruppe mit extrem hohem Niveau“, schätzte Head-Pro Holger Böhme den Sprung in die zweithöchste deutsche Spielklasse als echtes Highlight in der DOGC-Geschichte ein. Dass es am Schlusstag der bewegten Saison nach drei Tages-Siegen diesmal offiziell nur zum zweiten Platz reichte, focht den Cheftrainer nicht im geringsten an. Entscheidend war bei absolutem Schlag-Gleichstand mit Oldenburg der schwächere Score des Streichers der DOGC mit 82 gegenüber den 81 des Oldenburgischen GC.

Das Schlusskapitel in Oldenburg war für das DOGC-Team, aus dem vier Spieler zur Vorbereitung schon am Donnerstag angereist war, noch einmal eine echter Nervenprobe. „Da war erheblicher Druck auf dem Kessel, zumal dieser letzter Spieltag auch mächtig hochgeputscht worden war. Dieser Druck fiel in der Truppe erst auf den letzten neun Löchern der Vierer ab, als alle auch ziemlich fertig waren“, stellte Böhme fest. Eigentlich war die Entscheidung zugunsten der Dortmunder schon vor den Vierern gefallen; denn da lag Konkurrent Gütersloh bereits hoffnungslos weit zurück. „Und dann haben sie die besten Vierer ihres Lebens gespielt“, wunderte sich der Chef-Pro.

Mann des Tages war ein Dortmunder. Matthias Tischler stellte mit 66 Schlägen den Platzrekord ein, weil er den Kurs fehlerfrei mit zusätzlich sechs Birdies absolvierte. Böhmes Lob: „Eine unfassbare Leistung auf einem Platz, der Matthias sehr entgegenkam. Aber da brannte der Putter.“ Mit diesem Score stach Tischler sogar die Oldenburger Profi-Asse Mikkel Andersen (70) und Versen Meyer (71) aus. Mit den Einzel-Ergebnissen der anderen Spieler, von denen Mel Ferner an der 14 ein Eagle gelang, war Böhme recht zufrieden.

Über allem stand der Triumph des Aufstiegs, da hatte Kritik keinen Platz.