von Dr. Peter Schütze

Nach dem dritten Tagessieg in Folge hat die DGL Herrenmannschaft des Dortmunder Golfclubs in der Regionalliga vor dem Finale Anfang August in Oldenburg zwei Punkte Vorsprung. Die 2. Bundesliga ist zum Greifen nah, aber Head-Pro Holger Böhme stapelt – bewusst – tief: „Noch haben wir nichts gewonnen. Wir sind genauso weit wie am ersten Spieltag!“ Natürlich weiß der DOGC-Cheftrainer, dass sein Team mit einem Bein in Deutschlands zweithöchster Klasse steht, aber er tut alles dagegen, auch nur einen Funken zuviel Selbstsicherheit, Vorfreude und Glücksgefühl aufkommen zu lassen. „Der Showdown in Oldenburg kostet unsere ganze Kraft und Konzentration, Leidenschaft und Ruhe. Es wird unsere Meisterprüfung.“

Den Weg dahin ebnete der mit acht über CR, dem besten bisher bekannten Liga-Ergebnis, erreichte Heimerfolg gegen Gütersloh (19), Mülheim (22), RSB (35) und Oldenburg (49). Böhme sprach zwar von Zufriedenheit, fand aber auch in dem glänzenden Resultat ein Haar in der Suppe. „In den Einzeln hatte ich etwas mehr erwartet; denn unser Platz stellt zurzeit keine große Herausforderung dar.“ Das vom Head-Pro erhoffte Mehr zeigten die Mühlheimer Philipp Heinrich (68) und Matthias Wittmann (69) sowie Güterslohs Benjamin Ibold (69) und Johann Walter (70).

Die besten Scores lieferten bei den Gastgebern Hannes Ruhnau, seit Wochen in Top-Form, und Matthias Tischler ab. Ruhnau, zur Hälfte ein unter Par, brauchte insgesamt nur zwei Bogeys. Tischler unterlief nach dem Doppel-Bogey an der Zwei überhaupt kein Fehler mehr. Bastian Schmitz verdarb sich einen Unter-Par-Score mit einem Bogey an der 18, Sondermann (72) spielte ab der Elf sauber, Fredrik Strandberg (74) hatte Höhen und Tiefen, Moritz Ostermanns und Jasper Schürmann kamen beide mit einer 76 ins Clubhaus.

Gewohntes Bild nach den Einzeln: Der DOGC lag acht Schläge hinter Gütersloh. Doch dann kamen die sensationellen Vierer der Gastgeber. „Schmitz/Strandberg haben mit 69 eine Super-Vorstellung hingelegt, Ostermann/Ruhnau waren kaum schwächer (71). Und die alten Kämpen Tilse sind auch noch einmal wertvoll geworden“, verteilte Böhme das Lob mit vollen Händen.

Mannschaftskapitän Peter Köthschneider zeigte sich von dem „großen Golftag in der Reichsmark“ beeindruckt. Besonders gefallen hat ihm die Anteilnahme der Clubmitglieder am sportlichen Geschehen. „Das war schon 2. Bundesliga-Atmosphäre“.  Für den Liga-Abschluss hat Köthschneider sich einen besonderen Clou einfallen lassen. Mit dem, von einem Freund  aus dem Deutschen Fußball-Museum herausgekauften Original-Mannschaftsbus des DFB, fährt ein 40köpfiger DOGC-Tross am 03.08.2019 nach Oldenburg. In diesem Gefährt werden ggf. schon auf der Rückfahrt die Feierlichkeiten beginnen. Hoffentlich…….