Von Dr. Peter Schütze

In den bisherigen 26 Jahren seines Bestehens hatte der Cup der Sparkasse bei Petrus nur selten gute Karten. Meistens öffnete der Himmel seine Schleusen, blies der Wind aus vollen Backen oder grollten sogar Blitz und Donner, wenn im Wannebach-Tal Sparkassen-Time war. Aber so schlimm wie am dritten August-Sonntag gebärdete sich der Wettermacher über den Wolken noch nie. Sturzbachartig schossen die Wassermassen auf den Kurs in der Reichsmark, fluteten Grüns und Bunker. Katja Richter und Sparkassen-Repräsentant Dirk Renkhold, beides erfahrene Golfer in der Wettkampfleitung, versuchten zu retten, was zu retten war; erwogen eine Verkürzung der Konkurrenz auf neun Löcher, doch da standen ihnen schon die nächsten düsteren Wetterprognosen für den frühen Nachmittag ins Haus. So blieb die einzige den Umständen angemessene, vernünftige und von allen Beteiligten akzeptierte Lösung: Abbruch des Turniers mit der Hoffnung auf eine angenehmere Neuauflage dieser Traditionsveranstaltung im nächsten Jahr. DOGC-Präsidentin Andrea Marx hatte sich selbst bei einer Ausfahrt per Card über den Platz ein Bild gemacht: „Golf war auf dem Gelände nicht mehr möglich. Hier hätte man keine Spur von Spaß mehr gehabt.“

Auf dem offiziellen Tableau standen dennoch Zahlen. Die ersten Teilnehmer(innen), die am frühen Morgen schon bei noch normalem Dauerregen auf Tour gegangen waren, kamen mit Wertungen zurück ins Clubhaus. Freilich wurdn nach der Reduction Only-Regel lediglich der Score von Lars Sondermann gewertet, da er sich als einziger im 54er-Herrenfeld unterspielt hatte. Der amtierende DOGC-Clubmeister hatte eine fehlerfreie Runde mit zwei Birdies  (= zwei unter Par) hingelegt. Vorjahressieger Jasper Schürmann kam auf 76, Valentin Brand auf 77, Bastian Scholz auf 79 Schläge – alles allenfalls für die persönliche Bewertung gültige Ergebnisse.

Bei den Damen (31 Starterinnen gemeldet) spielte Andrea Marx 13 Pars und fünf Bogeys, hielt damit ihr Handicap (3,5). Hinter ihr kam Lena Svensson vom Gut Neuenhof (89 Schläge)  ein, die in der kommenden Saison für den Dortmunder Golfclub spielen wird.

 

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Am kommenden Wochenende spielen die Schwestern Stephanie und Andrea Marx, Anja Kettelhack, Hildegard Mai und Katja Richter im GC Peckeloh die Deutsche Mannschafts-Meisterschaft der AK 50-Damen, die aus zwei Vierern (Samstag) und vier Einzeln (Sonntag) besteht.